tunesien

Sonntag, 14. August 2016

Kulturgeschichte

SEX und die ZITADELLE
von Shereen El Feki
ist viel serioeser, als der Titel vermuten laesst.
Es geht besonders um die Laender Aegypten und Tunesien seit der Revolution. Die arabische Halbinsel spielt im Hintergrund eine Rolle und kommt fallweise in den Blick, wenn das der Geschichte dient.
Diese Untersuchung fuehrt Foucaults Ansatz aus, der Umgang der Menschen miteinander koenne von der Sexualitaet her aufgerollt werden. Besonders ihre Machtverhaeltnisse. Ihre Leitvorstellungen. Ihre Wuensche, ihre Freiheiten.

Was man von diesem Buch profitieren kann:
Man kann die Menschen besser verstehen. Dort und bei uns.
Man lernt die arabischen Gesellschaften besser kennen, ihre Normalitaet und ihre Geheimnisse. Und die Bedeutung der Religion.
Ich finde meine These bestaetigt: Der Islam ist ueber weite Strecken Moralkodex. Aehnliches sagen auch die genannten Romane und Erzaehlungen. Man muss ISLAM gruendlicher und genauer verstehen - woertlich als UNTERWERFUNG. Und hier ist die Variable Gott auch mit Rechtsvorstellungen auszufuellen, mit Schriftzitaten, mit dem, was als oeffentliches Ansehen gilt, und natuerlich auch mit dem Mann, besonders als Familienoberhaupt. Anders ist er eigentlich auch gar nicht vorstellbar

Sonntag, 3. Juli 2016

berufungswege

th

Die Orte meiner Berufung liegen in Wien, im Waldviertel, auf Bergen, in der Wüste.
Meine Berufungsreise führt auch nach Karthago und nach Hippo.
Zur Vorbereitung, um sich auf Land und Thema einzustellen, empfehle ich:

Boualem Sansal, 2084. DAS ENDE DER WELT. Roman

"Ati war von diesen weitgereisten Abenteurern begeistert, er hörte ihnen unauffällig zu, um sie nicht zu erschrecken und auch um die Antennen der Wachen nicht zu alarmieren; doch hingerissen von seinem Drang fragte er sie begierig aus, so wie die Kinder, mit nachdrücklichem „warum“ und „wie“. Doch bekam er nie genug, plötzliche Angst und Wut stiegen in ihm auf. Irgendwo war eine Mauer, sie hinderte ihn daran, hinter das Geschwätz dieser armen, unter Aufsicht stehenden Herumirrenden zu blicken, die darauf abgerichtet waren, Chimären im Land zu verbreiten."

Wolfgang Herrndorf, SAND. Roman

«Er aß und trank, bürstete seine Kleider ab, leerte den Sand aus seinen Taschen und überprüfte noch einmal die Innentasche des Blazers. Er wusch sich unter dem Tisch die Hände mit ein wenig Trinkwasser, goss den Rest über seine geplagten Füße und schaute die Straße entlang. Sandfarbene Kinder spielten mit einem sandfarbenen Fußball zwischen sandfarbenen Hütten.

Augustinus, BEKENNTNISSE

"Ich brauche sie ja nur zu fragen, ob es denn wirklich wahr sei, was der Dichter über die Ankunft des Äneas in Karthago erzählt. Dann werden die weniger Gebildeten antworten, sie wüssten es nicht, während die Gebildeteren es sogar verneinen werden."

Der hl. Augustinus wurde am 13. November 354 in Nordafrika in Thagaste (heute Souk Ahras/Algerien) geboren. Die Mutter von Augustinus war die hl. Monika, eine tiefgläubige Frau, die jahrelang für die Bekehrung des Heiligen betete. Sein Vater Patricius war ein städtischer Beamter, der sich kurz vor seinem Tod im Jahre 371 taufen ließ. Augustinus hatte noch einen Bruder, Navigius, und eine Schwester, welcher die spätere Überlieferung den Namen Perpetua gegeben hat, deren wirklicher Name aber nicht mehr bekannt ist. Die in einigen Schriften Erwähnung findende Nichten und Neffen, lassen vermuten, dass er noch mehr Geschwister gehabt haben könnte.
Augustinus machte eine Beamtenausbildung, zuerst in Thagaste, später in Madaura und in Karthago. Augustinus studierte ab 370 auch Rhetorik in Karthago. Dabei geriet er im sittlichen Bereich auf Irrwege. Aus einem Liebesverhältnis, das bis 384 dauerte, ging der Sohn Adeodatus (Von Gott gegeben) hervor. Dieser starb allerdings bereits 390. Während dieser Zeit war Augustinus ein Anhänger des Manichäismus.
375 verlegte Augustinus seine Lehrtätigkeit von Thagaste nach Karthago. Dort blieb er bis 383. Vorübergehend war er in Rom tätig. 384 bekam Augustinus durch die Vermittlung des heidnischen Stadtpräfekten Symmachus die Stelle eines Rhetorikprofessors in Mailand. Dort begegnete er dem Heiligen Ambrosius. Augustinus wurde durch die Predigten des Mailänder Bischofs aufgerüttelt und wandte sich innerlich vom Manichäismus ab. Der Priester Simplicianus half ihm bei der Konversion. In der Osternacht 387 (24 oder 25. April) ließ sich der Heilige gemeinsam mit seinem Sohn Adeodatus und seinem Freund Alypius taufen.
Über seine Unruhe vor der Bekehrung schreibt Augustinus zwölf Jahre später in den berühmten Confessiones im Buch I: "Dann, in dem großen Aufruhr meines inneren Menschen, den ich mit meiner Seele so heftig entfacht hat in der Kammer meines Herzens, stürze ich, verstört im Gesicht und im Geist, zu Alypius und rufe ihm zu: »Wie halten wir das aus? Was bedeutet das? Hast Du es gehört?«" Sein wichtigster Satz zu seiner Bekehrung lautet: "Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir."

Aktuelle Beiträge

Normalität
Oh das ist schön, wenn die sonntägliche Eucharistiefeier...
weichensteller - 24. Aug, 07:57
Sonntag Die Kirchenglocken...
Sonntag Die Kirchenglocken läuten, die Messe...
Nachdenkliche - 22. Aug, 20:28
Was bleibt
Im Suq der Medina von Kairouan. Ein sehr stimmungsvoller...
weichensteller - 20. Aug, 07:25
Hallo Schlagloch!
Ich glaube, der Sandhaufen ist immer noch da. Nicht...
weichensteller - 16. Aug, 11:56
Hallo Weichensteller!...
habe ich genauso in Erinnerung wie auf deinen Fotos....
SCHLAGLOCH - 15. Aug, 15:16

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Status

Online seit 4061 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 24. Aug, 07:57

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this topic

twoday.net AGB


berufungspastoral
bizerte
dougga
experimente und entwicklungen
forschungen
Fragen und Diskussion
fremdtexte
grundgedanken
kairouan
karthago
Kritik am Bürgertum
medien
öffentlichkeit
sonntagstexte
sousse
Stadtsoziologie
... weitere
Profil
Abmelden